Rezension #163: Das Frostmädchen

Stefanie Lasthaus

Am 14.11.2016 bei HEYNE< erschienen
ISBN: 978-3-641-18061-4
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Gelesen als eBook


[www.randomhouse.de]



Als ihr Freund Gideon bei einem Streit handgreiflich wird, flieht die zwanzigjährige Neve hinaus in die klirrend kalte Nacht des kanadischen Winters und verirrt sich. Glücklicherweise wird sie rechtzeitig von dem jungen Künstler Lauri gefunden, der sie in seiner abgelegenen Blockhütte gesund pflegt. Bei Lauri fühlt sich Neve vom ersten Augenblick an geborgen, und zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch in der Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen – etwas, das die uralte Wintermagie in ihr entfesselt hat …
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Erster Satz:
Die Welt bestand aus Nacht und Helligkeit, aus Kälte und zarten Berührungen auf den Wangen.


„Das Frostmädchen“ ist in der Erzählperspektive und meist flüssig geschrieben. Es lies sich auch ebenso lesen. Zu Beginn hatte ich beim lesen ein gutes Gefühl und kam gut voran, je weiter sich das Buch dem Ende neigte desto langatmiger wurde es. Leider hatte ich in der zweiten Hälfte nicht mehr so viel Lesespass, das lesen wurde stockender und langwieriger. Die Idee hinter dem Roman gefiel mir allerdings sehr gut

Die Charaktere sind an sich sehr interessant gestaltet und konnten mich durchaus überzeugen. Die Handlungen waren nachvollziehbar und schienen mir für den jeweiligen Charakter auch sehr passend.
Neve reagiert nach dem Streit sehr nachvollziehbar und ich leide ein wenig mit Ihr. Ich kann ihre Flucht verstehen und auch den Wunsch sich zurückzuziehen das niemand sie sieht. Sie ist mir durchaus sehr sympathisch.
Lauri ist mir auch auf Anhieb sehr sympathisch und wie er sich um Neve kümmert finde ich sehr gut.
So ein richtig unsympathischer Kollege ist natürlich Gideon und der Jäger dessen Namen ich schon wieder vergessen habe aber auch die beiden haben durchaus ihre Berechtigung und sind gut in Szene gesetzt.

Die Geschichte und die Szenen gefallen mir über eine ganze Strecke ganz gut und sind durchaus stimmig. Gegen Ende wird das aber immer komischer und es wird gelaufen, geflohen, gesucht und wieder gelaufen. Mich konnte die zweite Hälfte leider nicht mehr überzeugen obwohl ich die Buchidee sehr gut fand. Zum Ende empfand ich es als nur noch künstlich in die Länge gezogen und ich hatte das Gefühl das die Charaktere aus dem laufen nicht mehr heraus kamen. Schade, hier wurde meiner Meinung nach einiges an Potential liegen gelassen.

Das Cover finde ich absolut ansprechend und überzeugend. Mich hat es direkt angesprungen so dass ich mir gerne den Klappentext durchgelesen habe. Es passt sehr gut zur Geschichte und ist nicht überladen.



„Das Frostmädchen“ ist meist flüssig geschrieben. Es beginnt sehr stark und spannend lässt aber im verlauf der Geschichte sehr nach. Das Ende ist langatmig und einfach künstlich in die Länge gezogen. Die Charaktere konnten mich überzeugen, genau wie die Buchidee an sich. Auch die Handlungen waren meist stimmig und gut beschrieben aber auch hier wurde es zum Ende hin immer schwächer. Meiner Meinung nach wurde hier viel Potential verschenkt.


3 von 5 Schnecken
Tolle Idee, Umsetzung nicht überzeugend


Mein Dank für das Leseexemplar geht an die Verlagsgruppe Random House GmbH.

1 Kommentar

  1. Hi!

    So schade, dass vielen das Buch nicht gefällt ... ich fands wirklich großartig und konnte mich wunderbar in die Charaktere einfühlen. Dazu die Atmosphäre der einsamen, eisigen Wälder und der Magie - ich mochte es echt sehr gerne :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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