Rezension #147: Aberness

Aberness
Christa Kuczinski

Am 22.09.2016 bei Verlagshaus el Gato erschienen
ISBN: 9783946049111
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Gelesen als eBook


[www.verlagshaus-el-gato.de]



Die 15-jährige Amber Wellington wächst behütet bei ihrem Vater, dem Gouverneur des Inselstaates Aberness, auf. Ihr von Regeln bestimmtes Leben, wird auf den Kopf gestellt, als sie den siebzehnjährigen Alec kennenlernt, der sie in eine Welt der Magie und Mythen entführt. Ein Jahrhunderte alter Bann, der die Insel und deren Bewohner an den Rand des Untergangs treibt, stellt Amber vor eine schwierige Wahl: Entscheidet sie sich für Alec, der dem Volk der Selkies angehört und damit gegen ihre Familie, oder stellt sie sich einer rätselhaften Prüfung von deren Ausgang die Zukunft der Insel abhängt?
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Erster Satz:
„Amber begegnete Alec zum ersten Mal in der Einfahrt ihres Zuhauses.“


„Aberness“ ist an sich recht flüssig geschrieben. Allerdings habe ich beim lesen sehr häufig das Gefühl das ich was überlesen hätte, dadurch kam ich öfter aus dem Lesefluss. Auch ist Christa Kuczinski sehr oft zu sehr ins Detail gegangen und ich fühlte mich mit Informationen zugeschüttet die in dieser Situation gar nicht nötig gewesen wären.
Die Geschichte von „Aberness“ bzw. die Idee dazu gefällt mir sehr gut. Auch die Gestaltung der Kapitelanfänge fand ich sehr ansprechend und gelungen. 

Die Charaktere Amber und Alec finde ich interessant und durchdacht. Amber ist etwas aufmüpfig und hat ihren eigenen Kopf und ihre eigenen Vorstellungen. Es ist sehr schwer sie unter Kontrolle zu halten, Mir gefällt aber sehr gut das sie sich nicht einsperren lässt und das sie bei ihren nächtlichen Ausflügen doch aus sich raus kommt obwohl sie Alec nicht richtig kennt.
Alec war für mich sehr lang ein Buch mit sieben Siegeln aber auch er ist ein sehr interessanter Charakter der durchaus überzeugen kann.

Die Szenen sind meist gut beschrieben. Allerdings geht Christa Kuczinski oft zu sehr ins Detail. Es gibt einfach Dinge die in der jeweiligen Situation nicht so wichtig sind. Meist konnte ich mir von den Szenen ein gutes Bild machen und konnte mich gut hinein denken.
- SPOILER -
Mir blieb unter anderem die Szene im Gedächtnis als Alec wieder gefunden wurde und Amber zu ihm ins Zimmer ging. Und sie ihn verletzt dort liegen sieht.
Mich hat die Szene sehr berührt.
- SPOILER ENDE_

Der Lesefluss, ich hatte leider mehrfach das Gefühl was überlesen zu haben. Dadurch war das Buch nicht ganz flüssig zu lesen. Auch ging es mir trotz des doch meist flüssigen Schreibstils nicht so richtig gut voran. So dass ich das Buch nicht in einem Rutsch durch lesen konnte, im Gegenteil ich habe es sogar aus der Hand gelegt und hab mir eine Lesepause gegönnt.
Mir gefällt die Grundidee der Geschichte und ich finde auch die Charaktere und Szenen recht gut gearbeitet allerdings konnte mich das Buch einfach nicht so richtig erreichen.
Es wurde hier auch noch einiges an Potential nicht ausgeschöpft. Ich traue Christa Kuczinski durchaus mehr zu als sie hier zeigte.

Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Ich mag die Farben sehr. 



„Aberness“ ist meist flüssig geschrieben. Ich hatte allerdings mehrfach das Gefühl das ich wichtige Informationen überlesen hätte und kam dadurch oft zu stocken. Die Grundidee zu der Geschichte gefällt mir und ist sehr spannend und die Charaktere sehr interessant und abwechslungsreich. Leider  konnte mich „Aberness“ einfach nicht richtig erreichen. Meiner Ansicht blieb Christa Kuczinski unter ihren Möglichkeiten und hat das mögliche Potential nicht gänzlich ausgeschöpft.


3 von 5 Schnecken
Idee gefällt mir, die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen


Mein Dank für das Leseexemplar geht an das Verlagshaus el Gato.

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