Rezension #122: Die Tage, die ich dir verspreche


Am 01.09.2016 bei Knaur erschienen
ISBN: 978-3-426-51676-8
Genre: Schicksal & Familiengeheimnisse
Sprache: Deutsch
Gelesen als Klappenbroschur, 368 S.


[www.droemer-knaur.de]



Wie fühlt es sich an, das Herz eines Fremden in sich zu tragen? Dieser Frage widmet sich Lily Oliver in ihrem bewegenden Roman "Die Tage, die ich dir verspreche".
»Du hast Glück, Gwen, alles wird gut, Gwen.« Seit ihrer Herztransplantation hört Gwen nichts anderes mehr. Doch statt überschäumender Lebensfreude fühlt sie nur Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Und so fasst sie in einer besonders verzweifelten Nacht einen ungeheuerlichen Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und sterben. Ihr entsprechendes Angebot in einem Internetforum liest dessen Moderator Noah, ein junger Student, der keinen großen Sinn in seinem Leben sieht. Er hält ihr Angebot für einen üblen Scherz, geht aber zum Schein darauf ein. Erst als Gwen am nächsten Tag vor ihm steht, um ihn beim Wort zu nehmen, erkennt er, wie schrecklich ernst es ihr ist. Nur mit einem gewagten Handel und einer furchtbaren Lüge kann er ihr das Versprechen abringen, ein paar weitere Tage durchzuhalten. Tage, in denen Noah alles daran setzen muss, Gwen von etwas zu überzeugen, woran er selbst kaum noch glaubt: Dass das Leben lebenswert ist.
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Erster Satz:
„Ich weiß nicht, wer für mich gestorben ist.“


„Die Tage, die ich dir verspreche“ ist leicht geschrieben und emotional. Wir erleben die Geschichte einmal aus Gwens und auch aus Noahs Sicht. Der Roman liest sich leicht und flüssig, die Emotionen kommen gut an. Mich hat der Roman sehr schnell gepackt und nicht wieder losgelassen, so dass ich ihn fast am Stück verschlungen habe. Ich war sehr gefesselt.
Mir gefällt der Schreibstil von Lily Oliver sehr, so dass ich mich für weitere Bücher von ihr sehr interessieren würde.

Die Charaktere, vor allem die beiden Hauptcharaktere gefallen mir sehr gut. Mich konnte beide gleichermaßen überzeugen. Die Aktionen und Reaktionen beider sind für sich stimmig und nachvollziehbar. Interessant und sehr realistisch fand ich aber auch wie Gwen und Noah so gedacht haben und wie sie die Aktionen des Gegenübers aufgefasst haben incl. Der Schlüsse die die zwei daraus zogen. Eine sehr stimmige Konstellation.

Die Szenen fand ich sehr gut beschrieben. Sie waren stimmig und auch sie waren sehr überzeugend.  Am besten gefallen, bzw. am ehesten im Gedächtnis geblieben ist mir die Szene als Gwen und Noah das Bett teilen. Die Situation die sie in diese Lage brachte war zwar dramatisch aber dennoch fand ich die Szene besonders gut. Liegt evtl. auch daran das Gwen so geborgen war.
Natürlich findet man in „Die Tage, die ich dir verspreche“ noch viele andere schöne Szenen die wunderschön sind. Emotionale, traurige aber auch witzige. Ich fand die Passage auf Seite 141 sehr gut. Zitat: „Ähm ...“Ja. Genau. Sag einfach ähm. Das geht immer. Passend für jede Gelegenheit.

Das Cover, ob es nun zur Geschichte passt oder nicht stellt sich bei dem Cover eher weniger, man kann da viel hinein interpretieren oder es einfach genießen. Mich hat es durch die Leichtigkeit sehr angesprochen und als ich es in der Hand hielt war es einfach passend. Leicht, wenig aufdringlich und mich macht es etwas nachdenklich. Mir gefällt es sehr gut.



Mich konnte „Die Tage, die ich dir verspreche“ sehr berühren, es liest sich sehr flüssig und bietet eine breite Palette an Emotionen. Ich war sehr schnell gefesselt und konnte das Buch nur sehr schlecht aus der Hand legen. Mich konnte der Roman überzeugen und finde „Die Tage, die ich dir verspreche“ ist absolut Empfehlens- und Lesenswert. Ein Super Leseerlebnis.


5 von 5 Schnecken
Super Leseerlebnis


Mein Dank für das Leseexemplar geht an die Verlagsgruppe Droemer Knaur.

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