Rezension #120: Noah will nach Hause


Am 22.09.2016 bei ullstein erschienen
ISBN: 978-3843714457
Genre: Spiritueller Roman
Sprache: Deutsch
Gelesen als eBuch


[www.ullsteinbuchverlage.de]



Die alleinerziehende Janie ist ratlos. Ihr vierjähriger Sohn Noah hat Albträume und erzählt von grausigen Dingen. Immer wieder jammert er, dass er zu seiner Mama will. Aber ist er das nicht? Nachdem die verzweifelte Mutter verschiedene Ärzte konsultiert hat, stößt sie beim Stöbern im Internet auf die Seite von Jerome Anderson, einem Psychologieprofessor, der das Phänomen der Wiedergeburt erforscht. In ihrer Not nimmt sie Kontakt zu ihm auf. Kann er Noah helfen? Und so machen sie sich mit nur wenigen Anhaltspunkten detektivisch auf die Suche nach dem Ort, dem Haus, der Familie, der Mutter, nach der Noah sich so sehr sehnt – und werden fündig. 
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Erster Satz:
„Kurz vor Ihrem neununddreißigsten Geburtstag, am trostlosesten Tag im trübsten Februar aller Zeiten, beschloss Janie, etwas zu tun, das sich als die wichtigste Entscheidung ihres Lebens herausstellen sollte: Sie beschloss, Urlaub zu machen.“


„Noah will nach Hause“ ist locker geschrieben und liest sich flüssig. Hier werden unterschiedliche Sichtweisen dargestellt, unter anderem die von Janie und Jerome Anderson. 
Mir gefiel der Schreibstil sehr gut und wurde durch ein paar auffallende Fehler kaum gestört, allerdings frage ich mich wie fehlende Worte und auch nicht stimmende Namen niemandem aufgefallen sind.
Weitere Bücher von Sharon Guskin würden mich durchaus interessieren.

Die Charaktere sind interessant und abwechslungsreich gestaltet wobei ich mich bei Jerome Anderson, bei seinem ersten auftauchen, schon gefragt habe wie der Mann hilfreich sein kann. Mir gefielen die Charaktere sehr gut und ich bin selbst überrascht das Jerome mich so überzeugen konnte. Menschlich bekommt man einen sehr guten Eindruck von ihm. Er hat eine Vergangenheit die man auch zu Teilen erfährt und die ihn sympathisch machen.
Auch Janie fand ich sehr sympathisch. Auch wenn von Janie nicht so viel preisgegeben wird erlebt man sie doch in einem liebevollen Umgang mit Noah. Manches Mal wirkt sie hoffnungslos überfordert aber die Liebe zu Noah wird deutlich.

Was ich als sehr interessant empfand waren die Fallbeispiele die aufgeführt wurden. Manch einen Rückblick von Jerome Anderson fand ich allerdings als etwas ausartend. Wenn man das Gesamtbild betrachtet war es aber sehr stimmig.

In „Noah will nach Hause“ gab es einige berührende Momente und so ging auch die Geschichte nicht spurlos an mir vorüber aber da ich nichts verraten möchte kann ich hier kaum näher drauf eingehen, nur soviel, es handelt sich um die Art wie Noah in seinem vorigen Leben den Tod fand.



„Noah will nach Hause“ empfand ich beim lesen stellenweise etwas ausartend. Die Charaktere sind interessant und abwechslungsreich. Die beschriebenen Fallbeispiele fand ich sehr interessant und sie sind eine gute Untermalung. Als Gesamtpaket konnte mich „Noah will nach Hause“ überzeugen. Sehr zu empfehlen.


5 von 5 Schnecken
Sehr interessant und überzeugend


Mein Dank für das Leseexemplar geht an Ullstein und JellyBooks.

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