Rezension #115: Maresi


Am 09.05.2016 bei HEYNE< erschienen
ISBN: 978-3-641-17020-2
Genre: High Fantasy
Sprache: Deutsch
Gelesen als eBook


[www.randomhouse.de]



In einer Welt, in der Mädchen keine Rechte haben, erscheint eine Insel, auf der nur Frauen leben und dort die Mythen der Göttin studieren, wie ein Märchen. Für die junge Maresi ist dieser Traum Wirklichkeit geworden: Sie ist bereits seit vier Jahren als Novizin auf der Insel und damit in Sicherheit. Bis eines Tages Jai – helles, wildes Haar, vor Schmutz starrende Kleider und Narben auf dem Rücken – einem Boot entsteigt. Sie sucht Schutz vor schrecklicher Gefahr und unvorstellbarer Grausamkeit. Doch als Jais Verfolger in der Roten Abtei auftauchen, muss Maresi über sich selbst hinauswachsen, um sich, Jai und ihr Zuhause zu retten ... 
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Erster Satz:
„Mein Name ist Maresi Enresdotter, und ich zeichne dies im neunzehnten Leitungsjahr der zweiunddreißigsten Mutter auf. “


„Maresi“ ist sehr locker und leicht geschrieben, mir persönlich fast ein wenig zu jugendlich aber junge Maresi ist ja auch erst dreizehn. „Maresi“ lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Da Maresi ihre Geschichte selber niederschreibt ist „Maresi“ natürlich aus ihrer Sicht geschrieben. 
Dadurch das es ein recht dünnes Werk ist waren die Seiten wirklich sehr schnell gelesen. Eingefangen hat mich Maresis Geschichte schon von der ersten Seite an und ich fühlte mich wunderbar durch getragen.

Maria Turtschaninoff war mir vorher gänzlich unbekannt. Mich würden aber auch weitere Bücher von ihr interessieren da ich die Art wie sie Schreibt sehr gut finde und ich gerne lesen würde wie die Autorin weitere Geschichten umsetzt.

Die Charaktere fand ich gut ausgearbeitet und man erfährt was aus der Geschichte von Maresi und von Jai, es wird sehr deutlich das jede ihre eigene Geschichte hat die sie auf die Insel geführt hat. Maresi war mir sehr schnell sympathisch und ihr Wissensdurst ist faszinierend. Sehr gut finde ich auch den kleinen Gegensatz der sich bei Maresi auftut. Einerseits ist sie dreizehn Jahre jung und das merke ich auch an der Art wie geschrieben wurde. Andererseits ist sie aber sehr erwachsen und achtet auch ohne einen Auftrag auf die Jungnovizin.
Jai und ihre Freundschaft zu Maresi empfand ich auch sehr gut dargestellt. Ich mochte Jai gleich und ich empfand die Entwicklung sehr enorm. Von einer kleinen stillen Verfolgerin zu einer mutigen Freundin. Sehr gut fand ich wie sie Maresi ohne viele Worte und ohne Druck verstand und sie gestärkt hat.

Die Szenen und die Umgebung waren für die kürze des Romans sehr gut ausgearbeitet und wirkten nicht gehetzt. Die Umgebung konnte ich mir sehr gut vorstellen und ich habe mich sehr über den Lageplan am Endes des Buches gefreut. Die beiden Zeichnungen wären evtl. am Anfang etwas besser aufgehoben. Meine Lieblingsszene ist nicht einfach zu benennen und da ich nicht zu viel verraten möchte sage ich nur, als Maresi zurückkehrt und ihre Angst zurücknimmt um die Tür zu öffnen.

Das Cover hat mich direkt angesprochen und es passt wirklich sehr gut zu der Geschichte. Ich mag die Stille die das Cover ausstrahlt.

Für mich ein gelungenes Gesamtwerk. Von Cover über die Charaktere und die beschriebenen Szenen finde ich es ansprechend und überzeugend. Angenehm empfand ich die Stille die mir vermittelt wurde aber auch die Spannung die durchaus aufkam und auch die Emotionen, die mich durchaus erreichen konnten. Durchaus ein Roman den man verschlingen kann, ich zumindest konnte es schwer zur Seite legen. 



„Maresi“ ist ein gelungener Fantasieroman. Hier schreibt Maresi einen Teil ihrer eigenen Geschichte auf der Insel nieder. Die Charaktere, die Szenen und das Cover konnten mich überzeugen. Fantasiefreunde die eine stille aber spannende Lektüre suchen sollten ruhig einen Blich riskieren, ich kann „Maresi“ sehr empfehlen.


5 von 5 Schnecken
Ruhig aber spannend. Fesselnd


Mein Dank für das Leseexemplar geht an die Verlagsgruppe Random House GmbH.

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