Rezension # 97: Lady Midnight


Am 17.05.2016 bei Goldmann erschienen
ISBN: 978-3-442-31422-5
Genre: Fantasy
Sprache: Deutch
Gelesen als Gebundenes Buch


[www.randomhouse.de]



Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt … 
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Erster Satz:
„Schattenmarktnächte zählen zu Kits Lieblingsnächten.“

„Lady Midnight“ ist einfach und gut verständlich geschrieben und liest sich auch eben so. Leider empfand ich die ersten knapp 300 Seiten als sehr wenig mitreißend und unspektakulär , so dass es mir sehr schwer fiel überhaupt am Ball zu bleiben. Dies änderte sich dann ab Seite 400, da kam für mich so etwas wie Spannung auf aber leider blieb das nicht bis am Ende erhalten.

Die Romanidee gefällt mir an sich sehr gut aber das lesen fühlte sich etwas wie „Fahren mit angezogener Handbremse“ an. Für mich war der Unterhaltungswert und vor allem der Lesespass bei über 800 Seiten eindeutig zu gering. Hier wäre mehr drin gewesen.

In „Lady Midnight“ werden die Bögen zu den anderen Schattenjäger-Reihen geschlagen die für deren Kenner sicherlich interessant sind aber es für „Neueinsteiger“ nicht leicht machen. Zwar kennt man den einen oder anderen Namen wenn man die Verfilmung von „Chroniken der Unterwelt“ gesehen hat, oder eben die Romane gelesen hat aber der Einstig wird dadurch nicht erleichtert.

Ich habe vorher keinen anderen Roman von Cassandra Clare gelesen obwohl ich das eigentlich auf meiner To-Read-Liste hatte, mittlerweile bin ich mir unsicher obwohl es nicht an der Geschichte lag, auch die beschriebenen Szenen hatten ihren Reiz aber für mich war das Gesamtpaket etwas dürftig.

Leider muss ich auch gestehen das ich das Buch unterbrochen hatte. Etwa bei der Halbzeit habe ich das Buch aus den Händen gelegt und habe etwas anderes gelesen und erst später hatte ich einen zweiten Anlauf genommen und war dann, zum Glück auch in die spannenden Gefilde vorgedrungen. Hier ging es streckenweise sehr gut und zügig zu lesen und hat sich gut angefühlt aber das Niveau konnte sich leider nicht bis zum Ende halten.

Die Charaktere fand ich recht interessant wobei mir die Paarung Emma und Mark am ehesten gefallen hat. Auch die Szenen die sie zusammen bestritten haben gefielen mir sehr gut. Ansonsten, interessante Charaktere mit Luft nach oben.

Das Cover ist in meinen Augen ein richtiger Hingucker, die Farben, das Motiv und die erhabene Schrift gefielen mir sehr gut. Auch die Karte auf den Innenseiten gefällt mir gut. Für die Aufmachung alleine wären das glatte 5 von 5 Punkten.

Ich möchte hier nochmal betonen das ich die anderen Schattenjäger-Reihen von Cassandra Clare nicht gelesen habe, einzig die Verfilmung von „Chroniken der Unterwelt“ ist mir bekannt. Für mich als Neuling waren es zu viele Bögen zu den anderen Charakteren der anderen Reihe. Auch das rumdümpeln auf den ersten über 300 Seiten machte mir das lesen nicht zu einem Genus. Mir gefiel aber die Idee der Geschichte sehr gut daher auch die Bewertung. Die Umsetzung hat mich nicht überzeugt. Die Ausbeute an angenehmer Lesezeit ist mir bei so einem Wälzer eindeutig zu wenig. Idee Gut Umsetzung nicht überzeugend.



Für Kenner der anderen Schattenjäger-Reihen von Cassandra Clare sicherlich spannender als für Neueinsteiger. Mich konnte „Lady Midnight“ leider nicht überzeugen. 


Idee Gut Umsetzung nicht überzeugend



Mein Dank für das Leseexemplar geht an die Verlagsgruppe Random House GmbH und Lovelybooks.

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