Rezension # 84: Frostfluch

Jennifer Estep

Am 13.07.2015 bei Piper erschienen
ISBN: 978-3-492-28032-7
Genre: All Age Fantasy
Sprache: Deutsch
Gelesen als Taschenbuch, 416 Seiten



[www.Piper.de]




„Hi, ich heiße Gwen Frost. Seit ich an der Mythos Academy bin, steht mein Leben auf dem Spiel. Denn die Schnitter des Chaos haben mich zu ihrem größten Feind erklärt. Jetzt muss ich alles daransetzen um zu überleben.
Das Problem ist nur: Von allen Wikingern, Amazonen, Walküren & Co. wurde ausgerechnet der Spartaner Logan zu meinem Ausbilder erklärt. Und obwohl ich finde, das er zu den heißesten Kerlen an der Mythos Academy gehört, werde ich das Gefühl nicht los, dass er mich lieber umbringen will, statt mir zu zeigen, wie man kämpft ...“



Erster Satz:
„Logan Quinn wollte mich umbringen.“

Wie von Jennifer Estep und aus Band Eins gewohnt ist „Frostfluch“ locker und leicht geschrieben. Es lässt sich auch so lesen und man kann den Geschehnissen gut folgen. Diese sind logisch und in sich stimmig.

Nun zu einem großen Negativpunkt. Die Wiederholungen. Bis etwa Seite 130 liest sich „Frostfluch“ schleppend, was an den Wiederholungen liegt. Ich habe schon im Band Eins begriffen das Gwens Mom gestorben ist und das Gwen sich Vorwürfe macht, auch das Logan das männliche Flittchen ist wurde im Band Eins mehrfach erwähnt. Meiner Meinung nach wird hier der Leser etwas unterschätzt. Ich als Leser bin durchaus in der Lage mit solche Gegebenheiten zu merken, bzw. eine kurze Auffrischung genügt aber nicht in dieser Ansammlung. In dem ersten Drittel hielten sich die Geschehnisse sehr in Grenzen, es waren nur sehr wenige Ereignisse die für die folgende Geschichte von Bedeutung waren. Das ist mir einfach zu wenig. In den letzten beiden Dritteln bekommt Jennifer Estep aber den Dreh. Die Geschichte nimmt Fahrt auf und ist auch Spannend und fesselnd geschrieben. Mir gefallen besonders die Szenen, im speziellen die Kampfszenen, die sehr genau beschrieben sind. Auch vom Lesefluss legt Jennifer Estep hier gewaltig nach.

Bislang kannte ich, natürlich, Band Eins und auch „Black Blade - Das eisige Feuer der Magie“ von Jennifer Estep und mir ist bewusst das sie durchaus einen Drang zum Wiederholen hat aber auch die Szenen wunderbar ausarbeitet und die Geschichten einen hohen Fesselfaktor haben.

Ich mag die Charaktere sehr gern, besonders Gwen Frost stach mir hier wieder ins Auge. Sie wirkt etwas erwachsener als in Band Eins wird aber auch ihren 17 Jahren gerecht. Gwen trifft manches mal überaus erwachsene Entscheidungen die man ihr nicht immer zutraut.
Meine Lieblingsszene ist leicht zu benennen aber da ich nicht zu viel verraten möchte sage ich nur, der Kuss.

Das Cover gefällt mir wieder überaus gut. Ich mag besonders das Dunkle und die Blume. Über den Titel könnte man sich streiten. Der Original Titel „Kiss of Frost“ legt einen anderen Titel nahe aber auch dieser ist nicht ganz unstimmig auch wenn man sich unter „Frostfluch“ evtl. etwas anderes vorstellt.



Es handelt sich hier um den zweiten Band der Mythos Academy- Reihe. Der erste Band sollte bekannt sein. Nach den Startschwierigkeiten im ersten Drittel nimmt die Geschichte Fahrt auf, sie wird spannend und liest sich gut. Auch kann sie im fesseln und die Geschehnisse ab dem ersten Drittel wissen zu überzeugen. Da mich aber die Wiederholungen sehr gestört haben ziehe ich hier einen Punkt ab.


4 von 5 Schnecken
Schleppender Start aber dann fesselnd.


Mein Dank für das Leseexemplar geht an Piper.


Weitere Bücher der "Mythos Academy" - Reihe:
Bonus: First Frost
Band 2: Frostfluch
Band 3: Frostherz
Band 4: Frostglut
Special: Spartan Frost
Band 5: Frostnacht
Band 6: Frostkiller

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