Rezension # 72: So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

Elizabeth LaBan

Am 01.02.2016 bei Hanser erschienen
ISBN: 978-3-446-25082-6
Genre: Jugendbuch
Sprache: Deutsch
Gelesen als Fester Einband, 288 Seiten 



[www.hanser-literaturverlage.de]




Eine berührende und tragische Liebesgeschichte zwischen einem Außenseiter und seiner großen Liebe – ein Internatsroman mit Tiefgang
Im renommierten Irving-College ist es Tradition, seinem Zimmer-Nachfolger eine Überraschung zu hinterlassen. Duncan findet besprochene CDs seines Vorgängers Tim, die eine traurige Liebesgeschichte offenbaren. Tim, der als Albino meist zum Opfer von Anfeindungen und Mobbing wird, verliebt sich darin in die begehrenswerte Vanessa. Mit ihr fühlt er sich das erste Mal nicht als Außenseiter. Trotzdem fehlt ihm der Mut, ihr seine Gefühle zu gestehen. Ein Mangel an Selbstbewusstsein, der zum tragischen Unglück führt. Für Duncan ist Tims Geschichte aber der Anstoß, endlich den entscheidenden Schritt in Richtung Liebe zu tun. Ein mitreißendes Debüt über das Erwachsenwerden, verbotene Liebe und Verlust.
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Satz 1:
„Als Duncan unter dem steinernen Torbogen hindurchging, der zu den Zimmern der ältesten Schüler führte, beschäftigten ihn zwei Dinge: welcher »Schatz« wohl für ihn hinterlegt worden war und sein Aufsatz zum Thema Tragödie.“

Die Leseprobe ist sehr angenehm und locker geschrieben. Sie liest sich sehr flüssig und lässt einen emotionales Roman vermuten. Ich fühlte mich gleich in der Geschichte.
Tim gewährt uns durch Duncan einen Einblick in seine Geschichte die Tim auf CD gesprochen hat. Ich finde es sehr angenehm das hier Jungs die Hauptcharaktere sind und das es keine Schönlinge sind sondern eher Sonderlinge, einfach Typen. Sie sind beide sehr speziell und ich bin sehr neugierig auf die Geschichte der beiden. Wie und was zwischen den beiden geschehen ist und auch was mit dem Mädchen wird. Das Cover finde ich sehr interessant.

Über die Leseprobe hinaus kann ich sagen das „So wüst und schön sah ich noch keinen Tag“ locker und leicht geschrieben wurde. Es liest sich in der Tat flüssig aber mich hat es etwas ermüdet, trotz der Geschichte die ich spannend fand und die mich gereizt hat. Der Roman ist gut verständlich und mit den Wechseln zwischen Tim und Duncan hatte ich keinerlei Probleme. Die Emotionen am Ende konnten mich auch gut erreichen.

Ich mochte die Charaktere. Tim und Duncan sind gut ausgearbeitet, ihre Handlungen und Reaktionen erscheinen mir logisch. Besonders ansprechend fand ich das es hier um richtige Sonderlinge geht mit all Ihren Gefühlen und auch dem Misstrauen.

Die Geschichte fand ich auch hoch interessant, nur konnte der Roman mich nicht ganz so erreichen wie ich es mir gewünscht hätte. Dennoch haben mich die Emotionen, besonders am Ende, erreichen können.

Besonders gefallen haben mir auch die kleinen „Unter-Überschriften“ der Kapitel. Die Kapitel sind mit dem jeweiligen Namen überschrieben dazu noch ein paar kleine Worte. Die erste und auch sehr passende Überschrift zitiere ich Euch hier: „Tritt ein, um Freundschaft zu schenken und zu finden“.



Locker und leicht geschrieben aber leider konnte es mich nicht ganz so gut erreichen. Für Jugendbuch-Fans die gerne einen besondere Jungen in der Hauptrolle sehen, hier ein Albino, ein interessantes Buch ums Erwachsen werden. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Gelungenes Debüt


4 von 5 Schnecken
Gelungenes Debüt


Mein Dank für das Leseexemplar geht an die Hanser Literaturverlage.

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