Rezension # 32: Für alle Tage, die noch kommen

Teresa Driscoll 

Am 01.09.2015 bei Droemer - Knaur erschienen
ISBN: 978-3-426-65371-5 
Genre: Schicksal & Familiengeheimnisse
Sprache: Deutsch







Wie sage ich meinem Kind, dass ich sterben muss? Gar nicht, beschließt Eleanor, als sie von ihrer Brustkrebserkrankung erfährt. Ihre achtjährige Tochter Melissa soll so lange wie möglich eine unbeschwerte Kindheit haben. Stattdessen sammelt Eleanor Gedanken, Erinnerungen und gemeinsame Erlebnisse in einem Buch, das sie bei ihrem Anwalt hinterlegt. Wie fühlt es sich an, wenn die Mutter ohne Abschied geht? Auch siebzehn Jahre danach fühlt Melissa sich unvollständig. Gerade hat sie den Heiratsantrag ihres Freundes Sam abgelehnt, den sie doch innig liebt. Da bekommt sie ein kleines Buch zugestellt – ein Buch, aus dem noch einmal ihre Mutter zu ihr spricht. Es ist voller Rezepte, für die Küche und fürs Leben. Und voller Liebe. Melissa beginnt zu verstehen, was Eleanor für sie getan hat. Sie erkennt, wie sehr sie geliebt wurde. Und sie weiß jetzt, dass sie es auch kann: der Liebe vertrauen.




Der Roman ist einfach und gut verständlich geschrieben. Es lies sich flüssig lesen. Wären da nicht ein paar Stellen gewesen auch sehr gut umgesetzt. 
Hier meine ich zum einen die Überschrift Max 2001, in dem Abschnitt erwartet Max eine Nachricht von Melissa aus dem Urlaub der in 2011 beschrieben wird. Darüber kann ich hinwegsehen nur wirkte es auch sonst etwas unstrukturiert und unübersichtlich. Wenn ein Abschnitt Max gilt finde ich es verwirrend wenn eine Rückblende auf Eleanor vorgenommen wird.

Die Charaktere finde ich sehr unterschiedlich und interessant dargestellt wobei sie auch etwas tiefgründiger sein könnten. Melissa handelt sehr unüberlegt, sie hat nicht drüber nachgedacht, auch hat sie mich nicht so berühren können, sie wirkte kühl und die Beziehung zu Sam gar nicht so innig. In Max hingegen konnte ich mich recht gut einfühlen. Hier kam die Liebe zu Eleanor und auch sein Verhalten nach Eleanor sehr realistisch bei mir an. Ich hätte mir auch ein wenig mehr von Eleanor und auch von Ihren Gefühlen beim Schreiben des Buches gewünscht.
Die eingebrachten Rezepte mit den Kommentaren fand ich sehr schön. 




Mir gefällt die Romanidee sehr gut allerdings ist die Umsetzung noch ausbaufähig.

4 von 5 Sternen


Mein Dank für das Leseexemplar geht an die Verlagsgruppe Droemer-Knaur.

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