Rezension # 21: Young World - Die Clans von New York

Young World - Die Clans von New York
Chris Weitz

Am 22.09.2015 bei dtv erschienen
ISBN: 978-3-423-76121-5
Fester Einband 384 Seiten
Sprache: Deutsch




Gute Story, hatte mir aber etwas mehr erhofft.


KLAPPENTEXT:
Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.


MEINE MEINUNG:
Leseeindruck (Leseprobe):
"... Tod dürfte es noch schwerer sein. Es will einfach nicht mithelfen. Die Toten legen ein erstaunliches Desinteresse an den Tag. " War nur einer der Passagen bei denen ich schmunzeln musste. In den zwei Kapitel in der Leseprobe wurden einmal aus Jeffs Sicht und einmal hat Donna berichtet. Was ich sehr klasse finde da so die Geschichte viel besser rüber kommt. Die Sprache ist sehr jugendlich was aber sehr gut zu den jungen Charakteren passt. Auch wenn das Thema bislang recht gewaltig mit einem Schuss Witz startete denke ich das hier noch eine Menge mehr kommt. Ich für meinen Teil bin sehr neugierig auf mehr. Das Cover ist sehr ansprechend es ist Apocalyptisch, das ist ja nichts neues, hier wurden aber nicht die sonst recht gängigen orange/braun Töne gewählt. 

Roman:
Die beiden Sichtweisen wurden beibehalten und auch die jugendliche Ausdrucksweise blieb. Mit einigen Abkürzungen tat ich mich etwas schwerer. Die Story war gut verständlich.
Hier wurde einiges an Gewalt aber auch ein wenig Witz und eine kleine Liebesgeschichte, die erst nicht so richtig zum Laufen kam, geboten.

Die Charakter die zum Teil gut rüber kommen, wo aber erheblich mehr Potential drin steckt.
Jefferson, der „Anführer“, der in der Tat immer zu Nett wirkt, hat mir sehr gut gefallen wobei er stellenweise zu zögerlich war. Ein guter Typ und nicht nur ein Bestimmer.
Donna, die Clandoktorin, empfand ich als anstrengend und zu viel im Davor, wobei sie aber stellenweise sehr liebevoll rüber kommt.
Brainbox, das Genie der Gruppe. Recht schlau und in sich gekehrt. Er ist sicherlich eine richtig spannende Figur die aber nur eine Randerscheinung war.
SeeThrough, die kleine Kampfmaus, die keinen Ihrer Freunde zurück lassen würde, hat mich sehr angerührt. 
Peter, der irgendwie einfach nur mitgeht und aus dem sicherlich noch viel mehr rauszuholen wäre war für mich leider auch nur eine Randerscheinung. 

Die Grundidee der Geschichte ist eigentlich nichts neues aber doch recht gut umgesetzt. Wobei ich mir durch die Leseprobe etwas mehr versprochen und erwartet habe. Es gab mehrere Punkte wo ich dachte, hui jetzt kommt es hier richtig in Fahrt aber irgendwie verlor es sich dann wieder. Spannungsmäßig ein ziemliches Auf und Ab. Aber selbst in den Tiefphasen war es nicht langweilig.

Das Ende dieser Geschichte rundet den Weg, den Jeff, Donna und Brainbox gingen, ab aber stellt mich nicht ganz zufrieden. Für mich bleiben einige Fragen offen. Und somit werde ich Band 2 erwarten.
„Young World - Nach dem Ende“ erscheint am 27.05.2016


MEIN FAZIT:
Gute Jugendstory, sie ist leicht zu lesen auch wenn ich mir mehr erwartet habe kann ich hier 4 Sterne vergeben.


Herzlichen Dank an den dtv und an vorablesen.de für das Leseexemplar. 

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