Rezension # 22: Das Institut der letzten Wünsche

Antonia Michaelis

Am 01.04.2015 bei Knaur erschienen
ISBN: 978-3-426-65365-4
Fester Einband 496 Seiten
Sprache: Deutsch




Ich war gefesselt, traurig und konnte schmunzeln.


KLAPPENTEXT:
Ein Buch, das einen lächeln lässt, während man Tränen in den Augen hat! Die verträumte Mathilda arbeitet für eine Organisation, die sterbenden Menschen ihre letzten Wünsche erfüllt. Ein letztes Mal Schneeflocken spüren mitten im Hochsommer, Maria Callas live erleben oder in einem stillgelegten Vergnügungspark Riesenrad fahren – alles kein Problem, kleine Tricks inbegriffen. Das ändert sich, als Mathilda Birger begegnet. Denn er wünscht sich, vor seinem Tod noch einmal seine große Liebe Doreen und ihr gemeinsames Kind wiederzusehen. Mathilda soll sie für ihn suchen – nur will sie Doreen eigentlich gar nicht finden, denn sie hat sich auf den ersten Blick in Birger verliebt.


MEINE MEINUNG:
Bislang kannte ich noch keinen Roman von Antonia Michaelis aber Ihre leichte Schreibweise hat mich umgehauen. 
Auch das dies doch ernste Thema, es geht ja nun mal um die letzten Wünsche von sterbenden, immer wieder mit Witz gespickt ist fand ich auflockernd und sehr angenehm. Meiner Ansicht nach wurde hier eine sehr angenehme Mischung gefunden.

Eine der vielen Passagen wo ich schmunzeln musste möchte ich hier zitieren (zu finden auf Seite 85)
„Ist das Ihr Hund dahinten?“, fragt sie.
„Das kommt darauf an.“
„Er trinkt gerade Ihren Milchkaffee“, sagt die ältere Frau.

Wunderbare Charaktere die alle überzeugen konnten. 
Besonders gut gefallen haben mir:
Mathilda, mit ihren bunten Aufnähern auf der Kleidung, fand ich sehr gut dargestellt. Ein wenig “irre“ aber sehr sympathisch.
Birger, mit seinem ganz persönlichen Sturm und seinen Eigenarten konnte ich mir auf Anhieb gut vorstellen.
Ewa Kovalska / Jakob Mirusch, zwei wie sie eigentlich unterschiedlicher nicht sein konnten. Die ruhige, etwas unsicher wirkende Ewa und Jakob der sein ganz eigenes lauteres Auftreten hatte. Ich fand beide sehr sympathisch und sehr liebenswert.


MEIN FAZIT:
Ich war gefesselt, traurig und konnte schmunzeln. Von mir gibt es hier eine absolute Leseempfehlung.


Mein Dank für das Leseexemplar geht an die Verlagsgruppe Droemer-Knaur.

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