Rezension #1: Dagmar Clemens, Mondfieber

Dagmar Clemens Roman Mondfieber
Erschienen 2014 bei dotbooks



Antonia tritt nach der Trennung von Jonathan einen neuen Job an und zieht in eine neue Wohnung.
Sie geht ihn Ihrem Beruf als Reittherapeutin auf. Sie liebt die Pferde und die Natur. In der neuen Umgebung lernt sie spannende Menschen kennen und findet zu sich.
Antonia nimmt an einem Turnier teil und die familiären Beziehungen ändern sich. Auch die Beziehung zu einem anfänglich unangenehmen Kollegen.
Hubert, ein neuer Mann tritt ungehobelt in ihr leben aber teilt eine Liebe mit Antonia die sie vorher so nicht kannte.


Die Geschichte als solches ist interessant und gut wiedergegeben und lässt Raum für einige Spekulationen. Über ein paar kleine Fehler, was die Punktierung angeht, konnte ich gut hinwegsehen.

Die Charaktere sind sehr interessant und gut beschrieben, besonders in den Hauptcharakter Antonia kann ich mich sich gut rein versetzen. Leider sind auch einige Personen aufgetaucht die für die Geschichte unnötig und überflüssig sind und haben auch manchmal ein wenig genervt, gerade Jonathan und Maja empfand ich stellenweise als sehr penetrant.

Durch die Zeitsprünge kam ich sehr oft aus dem Lesefluss und musste die Übergänge mehrfach lesen um sicher zugehen das ich nichts überlesen habe. Die Handlungen an sich sind verständlich. Hier sollte über mehr Absätze nachgedacht werden.
Wenn ich in einer spannenden Szene war wurde ich durch die plötzliche Sprünge raus gerissen.

Gewisse Pferdekenntnisse oder ein großes Pferdeinteresse sollte vorhanden sein da die Pferde einen sehr großen Anteil im Buch haben.
Stellenweise wirkt die Geschichte etwas planlos und hätte etwas gekürzt werden können. Auf einige Wiederholungen hätte verzichtet werden können, besonders die letzte Anspielung auf Antonias erste Turnier und was das mit Antonia gemacht hat war überflüssig.

Einige wunderbare Textstellen die viel Wahrheit in sich bergen.
„Machen Sich sich von Menschen frei, die Ihnen nicht gut tun. Sie haben etwas besseres verdient.“

Von diesem Roman habe ich mir mehr Hubert und mehr Mond gewünscht. Gerade Huberts Veränderung vom ungehobelten Klotz zu dem freundlichen Hubert hätte mehr Beachtung verdient und allgemein kam mir die neue Liebe viel zu kurz.

Die Geschichte macht es lesenswert aber ohne eine nochmalige Überarbeitung würde ich das Buch nicht nochmal lesen.


3 von 5 Schnecken weil bei mir kein großer Lesespaß aufkam, ich fühlte mich ausgebremst und war auch ärgerlich.

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